Kita-Streik: Kommunen sparen, Eltern gehen finanziell leer aus

Seit bereits vier Wochen werden Kindertagesstätten bundesweit unbefristet bestreikt. Die Forderungen: eine deutliche Erhöhung der Gehälter von ca. 240.000 Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialarbeiter. Viele Familien zermürbt der anhaltende Streik nervlich und finanziell, während die Kommunen durch das knappere Streikgeld ihrer 57.000 Erzieherinnen und Erzieher bisher knapp 80 Millionen Euro Gehaltskosten einsparen konnten. Dies gehe aus aktuellen Kalkulationen des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund hervor.

Einige Eltern haben dabei doppeltes Pech: Vielerorts werden Kita-Gebühren für die Streik-Zeit nicht oder nur anteilig zurückgezahlt, man beruft sich hierbei auf „höhere Gewalt“. Einziges Trostpflaster – eventuelle Überschüsse werden in den Erhalt der Kitas investiert. Zu den Zahlungsverweigerern zählen: Düsseldorf, Münster, viele hessischen Kommunen, Schwerin, Chemnitz, Dresden, Mainz, Trier, Koblenz, Ludwigshafen sowie Karlsruhe. Glück haben Eltern hingegen in folgenden Städten, die die Rückzahlungen bereits eingeleitet haben: Köln, Dortmund, Kaufungen, Hanau, München, Kiel, Lübeck, Oldenburg und Leipzig. Über Erstattung wird zurzeit noch abgestimmt in Zwickau, Hamburg, Stuttgart, Hannover und Osnabrück. Eine Überprüfung lohnt sich für alle Eltern, da es in jedem Bundesland uneinheitliche Entscheidungen gibt.