Wohnen für ältere und alte Menschen – eine Zukunftsfrage

Immer mehr Senioren wohnen weit über das 60. Lebensjahr hinaus in den eigenen vier Wänden. Viele davon teilen sich den Haushalt zusammen mit einer Partnerin oder Partner, mit zunehmendem Alter wohnen jedoch auch viele Senioren alleine. Alltagswelt für Senioren bedeutet daher oftmals auch schlichtweg: Wohnwelt. Die eigene Wohnung wird damit für ältere Menschen zum wichtigsten Aufenthaltsort – Barrierefreiheit, Umfeld und Infrastruktur entscheiden dabei nicht selten über Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter.

Laut Hannah Keding und Bernd Eggen, die in der März-Ausgabe 2011 des Statistischen Monatshefts Baden-Württemberg die Situation von Seniorinnen und Senioren im Südwesten untersucht haben, verlassen Personen ab 60 Jahren, die nicht mehr erwerbstätig sind, ihre Wohnräume durchschnittlich für weniger als 3 Stunden am Tag. Gleichzeitig werden dadurch die Aktionskreise kleiner und auch die Umweltbezüge verringern sich. Der Anspruch an das wohn- und Lebensumfeld von älteren Menschen wird allerdings noch zunehmen, denn statistisch gesehen werden bis zum Jahr 2020 ein Drittel aller Personen in Deutschland 60 Jahre und älter sein.