Ab 2016 steuerpflichtig: Teure Ferienjobs in Australien

Sie arbeiten als Kellner, Babysitter, Obstpflücker oder Fischer und leben den Traum vom Reisen in ferne Weiten: Working Holiday ist ideal für alle von 18-30 Jahren, die ihre Reisekasse in Übersee mit Gelegenheitsjobs aufbessern wollen. Ganz gleich, ob jemand wirklich auf Arbeit angewiesen ist, der sich den teuren Aufenthalt in Australien leisten kann oder ob mittlerweile viele „Wanderarbeiter“ lediglich gegen Kost und Logis arbeiten – das Programm ist ungebrochen beliebt bei jungen Erwachsenen. Dennoch beschloss die australische Regierung, ab 2016 die Einnahmen der Backpacker zu versteuern – und zwar mit satten 32,5%. Der australische Fiskus rechnet dadurch in den kommenden vier Jahren mit Mehreinnahmen von 540 Millionen australischen Dollar. Zusätzlich wird auch die Antragsgebühr für ein Working Holiday Visum von 420 AU$ auf 450 AU$ erhöht. Bisher profitierten Backpacker in Australien von einer speziellen Gesetzesregelung, durch die ihr Einkommen steuerfrei blieb.
Für wen jetzt Australien als Option entfällt, für den gibt es gute Nachrichten: laut Bayerischem Rundfunk erhebt der Nachbar Neuseeland weiterhin keine Einkommenssteuer für Backpacker und auch in Chile, Japan sowie in Südafrika kann man im Sinne des Work and Travel arbeiten.